"Als Leistungssportler zur Polizei"

19.08.2009 - Märkische Allgemeine Zeitung

PORTRÄT Ralf Schröter verkauft Sicherheit

"LUCKENWALDE. Ralf Schröter, Chef der Märkischen Wach- und Schutz GmbH in Luckenwalde (Teltow-Fläming), hat sein Geschäft zu DDR-Zeiten gelernt. Als Hauptmann der Volkspolizei hat er Betriebsleiter in Sicherheitsfragen beraten und Wachleute geschult. 'Die Kriminalität war damals nicht so wie heute, aber zu tun hatten wir trotzdem', erinnert sich der 62-Jährige. 1994 gründete er sein eigenes Unternehmen mit 50 Beschäftigten. Inzwischen sind es 150. Die Wachschützer decken einen Bereich von Belzig (Potsdam-Mittelmark) bis Niederlehme (Dahme-Spreewald) und bis nach Berlin hinein ab.

Es der Sport, der den Maschinenschlosser zur Polizei brachte. 'Über Freunde bin ich zum Ringen gekommen', erzählt er. Weil er Talent hatte, bekam er damals 17-Jährige 1965 eine Empfehlung für die SG Dynamo Luckenwalde, die regelmäßig Meister-Ringer hervorbrachte. 'Das war ein Polizei-Sportverein. So wurde ich Polizist', so Schröter, der einige DDR-Titel errang - und dem Ringen treu blieb. Heute ist er Vorstand des Luckenwalder Sportclubs, der 1990 aus der SG Dynamo hervorgegangen ist und bereits einmal deutscher Meister war.

Als Unternehmer hat er kürzlich von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) die Auszeichnung 'Unternehmen mit Weitblick' erhalten, weil er Älteren eine Chance gibt. Jeder Fünfte seiner 150 Leute ist 50 Jahre alt oder älter. Schröter selbst hat seine Nachfolge bereits geregelt. Seine 33-jährige Tochter Ilka wird die Geschäfte übernehmen. Sie hat einen Reinigungsdienst als zweites Standbein aufgebaut. 'Sicherheit und Sauberkeit aus einer Hand' sei bei Firmen mit scharfen Alarmanlagen sehr gefragt, sagt Schröter."

von net