„Dieser Wachmann rettete Mädchen vor Sex-Gangster"

Zossen -  Brandenburg hat wieder einen Helden: Der Wachmann Andreas Mayerl setzte sein Leben aufs Spiel, um ein 15jähriges Mädchen aus der Gewalt eines Sex-Gangsters zu befreien. Er bewahrte so die Schülerin Christine H. vor einer Vergewaltigung.

Polizeipräsident Detlef von Schwerin zeichnete den Luckenwalder gestern für seine mutige Tat aus. ‚Es hätte eine von meinen Töchtern sein können’ – Andreas Mayerl (33) aus Luckenwalde würde jederzeit wieder so handeln wie in jener Nacht. ‚Ich fuhr Streife, als mir gegen Mitternacht ein silbergrauer VW Golf auffiel, der kurz hinter dem Ortseingang Luckenwalde am Straßenrand geparkt war’, erzählt der Lebensretter. ‚Plötzlich hörte ich aus dem Wald Hilfeschreie.’ Ohne zu zögern stieg der Vater von drei Töchtern (11, 10 und 6) aus seinem weißen Seat. ‚Mit tiefer Stimme rief ich, „Was ist hier los?“ ’, erinnert sich der Wachmann. Da taumelte das Mädchen auch schon aus dem Wald – sie hatte eine Platzwunde am Kopf. Hinter ihr ein dunkelhaariger Mann – einen Schraubenschlüssel in der Hand.’ Die Schülerin war auf dem Weg zu einer Freundin, als ihr der 22jährige Luckenwalder auflauerte. Er zog sie vom Fahrrad, zerrte sie in einen Wald. ‚Mich versuchte er erst mit dem Auto umzufahren’, erzählte Andreas Mayerl. ‚Dann stieg er aus, ging mit dem Schraubenschlüssel auf mich los.’ In Notwehr schlug der Retter dem 1,90-Meter-Mann seine Taschenlampe ins Gesicht. ‚Er wollte mir mein Funkgerät entreißen. Doch ich hatte meine Zentrale schon verständigt.’ Und das war seine Rettung: Als über Funk Hilfe zugesagt wurde, ergriff der Sex-Gangster die Flucht. Er stellte sich drei Tage später der Polizei. ‚Wir danken Ihnen für Ihr schnelles und mutiges Handeln. Sie haben einen Mord verhindert’, lobte der Polizeipräsident. Auch Ralf Schröter, Geschäftsführer der Märkischen Wach- und Schutz GmbH, sagte: ‚Das war eine großartige, menschliche Leistung. Wir sind alle sehr stolz auf Herrn Mayerl."

von zim/iri